Opernlibretto von Carlo Goldoni (115 Seiten)
Authentifiziert vom internationalen Experten Renato Saggiori als vollständig eigenhändig von Carlo Goldoni
Kontakt: goldoni@goldoni-talismano.com

Erste Seite des Manuskripts mit Titel Il Talismano und Angabe Commedia per Musica (Bild)
International anerkannter Experte für alte Manuskripte und Autographe
Das vollständige 115-seitige Manuskript von Il Talismano wurde von Renato Saggiori (Genf) geprüft und als vollständig eigenhändig von Carlo Goldoni zertifiziert.
Il Talismano ist ein dramma giocoso per musica (komisches Opernlibretto) von Carlo Goldoni aus dem Jahr 1779, eines seiner letzten Werke. Das Libretto wurde von Antonio Salieri (erster Akt) und Giacomo Rust (folgende Akte) vertont, mit Überarbeitungen von Lorenzo Da Ponte. Die Uraufführung fand am 21. August 1779 im Teatro alla Canobbiana in Mailand statt.
Die Handlung dreht sich um romantische Missverständnisse und ein magisches Objekt. Der Gouverneur Pancrazio möchte seine Tochter Sandrina mit Lindoro verheiraten. Lindoro ist jedoch in die Zigeunerin Carolina verliebt und hat nicht die geringste Absicht, Sandrina zu heiraten.
In der Zwischenzeit ist Perillo, der in Sandrina verliebt ist, geflohen und hat sich den Zigeunern angeschlossen, weil Pancrazio ihre Beziehung missbilligt.
Um den vier jungen Verliebten zu ermöglichen, sich nach ihren eigenen Wünschen zu vereinen, benutzt Carolina einen Talisman, den ihr der Zigeunerhäuptling Cardano geschenkt hat. Dieser Talisman erlaubt es ihr, ihr Aussehen und ihre Identität nach Belieben zu verändern, was zu einer Reihe von Täuschungen, Verkleidungen und Tricks führt, um Pancrazio zu überlisten.
Das Werk ist eine leichte Komödie voller Wortspiele und Missverständnisse, typisch für das Genre der Opera buffa des 18. Jahrhunderts, mit Elementen der Magie und einer sanften sozialen Satire.

Einband der Komödie (Bild)

Ex-Libris Lord Derby in Knowsley Hall (Wappen mit Krone und Adler) (Bild)
Il Talismano ist ein bedeutendes Werk in der Karriere Carlo Goldonis, vor allem weil es einen seiner letzten Beiträge zum Musiktheater darstellt. 1779 in Paris geschrieben, als der Autor 72 Jahre alt war und sich von einem Herzinfarkt erholte, markiert dieses Libretto eine neue Stufe in seiner literarischen Entwicklung. Nachdem er die gesprochene Komödie reformiert hatte, hob Goldoni die Opera buffa auf ein beispielloses Niveau der Raffinesse und verband Missverständnisse, Verkleidungen, Magie und eine tiefe Sympathie für die Rechte der Frauen sowie den wandernden Kosmopolitismus der Roma.
Der Talisman selbst symbolisiert diese „Transmutation“ und diesen Illusionismus und objektiviert zugleich die Illusionen von Liebe und Identität. Die festen Masken und die improvisierten Lazzi der Commedia dell’Arte sind verschwunden: Hier ist alles sorgfältig geschrieben, gesungen und für die Musik strukturiert. Goldoni verleiht dem Genre eine psychologische und soziale Tiefe, die die Meisterwerke von Lorenzo Da Ponte und Mozart vorausahnt.
Dieses Manuskript verbindet direkt drei Giganten der Oper: Antonio Salieri (der den ersten Akt komponierte), Giacomo Rust (für die folgenden Akte) und Lorenzo Da Ponte, der das Werk später überarbeitete und Mozarts legendärer Librettist für Le nozze di Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte wurde. Il Talismano stellt somit ein einzigartiges historisches Bindeglied zwischen Goldonis Reform der Opera buffa und dem mozartschen Goldenen Zeitalter dar.

Figurenliste der Komödie Il Talismano (Bild)

Letzte zwei Seiten mit den Schlussworten, Fine del Dramma (Bild)
Dieses Manuskript stellt ein außergewöhnlich seltenes Beispiel einer vollständigen schöpferischen Genese dar: Carlo Goldoni hat hier keinen bereits ausgearbeiteten Text abgeschrieben, sondern von der weißen Seite aus gearbeitet. Durch aufeinanderfolgende Fassungen, Streichungen, Ergänzungen und eingeklebte Blätter dokumentiert das Manuskript den gesamten Entstehungsprozess des Librettos – von der ersten Idee bis zur endgültigen Form. Es handelt sich um eine echte Autorenwerkstatt, in der man die lebendige Arbeit des goldonischen Schreibens verfolgen kann: die Unsicherheiten, die Neufassungen, die stilistischen und dramaturgischen Entscheidungen, die zur finalen Version geführt haben. Manuskripte dieser Art – die den Übergang von der weißen Seite zum vollendeten Werk vollständig bezeugen – sind im Werk Goldonis äußerst selten und stellen eine Quelle ersten Ranges für die genetische Kritik sowie für die Geschichte des Theaters und der Oper des 18. Jahrhunderts dar.
Derzeit sind zwei vollständige autographe Manuskripte von Komödien/Dramen Carlo Goldonis bekannt:
Zusammenfassung auf Basis historischer Quellen erstellt.
Aktuelles Datum: 18. Mai 2026